Erster Eintrag aus Ruanda

Jetzt sind wir also in Ruanda!

 

Nach den ersten zehn Tagen ist das immer noch total unwirklich! Die ersten Tagen haben wir im Humble Guesthouse geschlafen und hatten damit eine sehr weiche Landung in Kigali. Hanna und Anna die zwei Freiwilligen aus dem letzten Jahrgang haben sich direkt um uns gekümmert. Hanna ist an unserem ersten Morgen ins Gueshouse gekommen und hat Chapati ( in Öl gebratene Teigfladen) und Mandazi(süße, frittierte Teigbällchen), Avocado und Maracujas mitgebracht. Die haben wir mit großem Vergnügen verspeist. Hanna hat die zwei Jungs mit zu deren Projekt mitgenommen, Anna kam etwas später und hat Pauline und mir Kigali gezeigt. Am Abend sind wir dann das erste Mal in die Wohnung nach Kimisagara gefahren. Das war auch unsere erste richtige Fahrt mit den Motos…Sehr spannend. Dort haben wir unseren ersten Abend verbracht und waren alle ziemlich erdrückt von all den Eindrücken. Später ging es mit den Motos zurück zum Guesthouse da wurden vor die erste Challenge gestellt: um einen einigermaßen gerechten Preis verhandeln und sich dann auf der Fahrt bestmöglich auf dem Moto zu halten.
Am nächsten Tag gab es ein ähnliches Programm. Pauline und ich wurden in unserer Projektstelle, der Jumelage, als„die Neuen“ vorgestellt. Der erste Eindruck vom Büroteam war super und hat sich bis jetzt immer wieder bestätigt. Später fuhren wir mit Hanna auf den großen Markt nach Kimironko. Dort haben wir weitere Eindrücke bekommen, den Stoffe und Kleidermarkt gesehen und  natürlich auch einen Einblick in den Lebensmittel/ Fruchtmarkt bekommen… Das Angebot ist unfassbar groß. In den folgenden Tagen haben wir die Zeit genutzt um uns so gut es geht in der kurzen Zeit etwas einzugewöhnen. Am Montag waren Pauline und ich das erste Mal im Büro, wurden vorgestellt und haben unsere erste kleine Aufgabe bekommen. Gegen Mittag sind wir vollständig in die Wohnung umgezogen. Am Abend hatten Pauline und ich einen Besuch in der Residenz des deutschen Botschafters und seiner Familie. Bereits am vergangenen Freitag hat uns Anna, die in ihrem Jahr hier in Ruanda dort auf deren Labradore aufgepasst hat, mit den beiden bekannt gemacht. Es werden auch für dieses Jahr wieder zwei gesucht, die auf die Hunde aufpassen, wenn die Familie nicht Zuhause ist. Da sage ich doch nicht Nein! Montags war die Phönix Foundation, eine Jugendjazzgruppe aus Rheinland-Pfalz dort und hat ein Konzert gegeben, Pauline und ich haben gekellnert. Die Musiker sind echt super witzige Leute, und wir haben sie in den folgenden Tagen noch ab und zu einmal getroffen.
Dienstag sind wir zu unserem ersten Projektausflug gefahren. Es ging 2,5 Stunden in Richtung  Nordwesten, die Fahrt haben wir genutzt um zu staunen, wie anders Ruanda außerhalb von Kigali aussieht. In der Nähe der Virunga Vulkane kamen wir bei dem Projekt an. Es handelte sich hierbei um ein Projekt der Bauabteilung der Jumelage, bei der Pauline und ich zu dem Zeitpunkt waren. Zwischen den vielen Tee und Kaffeplantagen wurden bei einer Schule neue Klassenräume gebaut. Auf der Rückfahrt fuhren wir durch Orte, wo nicht so häufig weiße Leute hinkommen. Da wurde uns ein weiteres Mal bewusst, was für eine außerordentliche Stellung wir als „muzungus“ hier teilweise haben… Man fällt eben einfach auf.
 Mittwoch war Feiertag und wir haben den neu angekommenen Volunta Freiwilligen ein bisschen die Stadt gezeigt und waren auf dem großen Markt einkaufen.
Am folgenden Tag kam dann ein ganz großer Batzen Arbeit auf uns zu, die Visums Unterlagen beschaffen und ausfüllen. Puh, war das eine schwere Geburt! Wir haben fast den ganzen Arbeitstag gebraucht um irgendwelche Anträge, Lebensläufe, Abizeugnisse, Verträge, etc. zu übersetzen und zusammen zu packen.
Am Freitag mussten wir zum Glück erst um zehn ins Büro. Alle Volunta und ASC Freiwilligen hatten dort ein Meeting mit Franz, unserem „Boss“ (er mag es nicht, wenn man ihn so nennt). Er tut wirklich alles um uns einen möglichst seichten Start in unser Leben hier zu ermöglichen. Das macht er auch wirklich super gut! Abends waren wir dann noch gemeinsam, als WG im Fitnessstudio.
Das Wochenende nutzen wir jetzt um unsere Wohnung ein bisschen auf Vordermann zu bringen, zu waschen und ein bisschen WG Time zusammen zu verbringen.
Außerdem werden wir Dank des hohen Anteils an Badenern und Schwaben Spätzle machen.
Hier die ersten Eindrücke, es werden mehr folgen, sobald ich das System von WordPress durchschaut habe…
Ich vermisse meine Familie und meine Freunde in Deutschland natürlich sehr, aber mit ein paar habe ich schon geskyped und die modernen sozialen Medien bieten sehr gute Möglichkeiten um mit jeglichen Menschen am anderen Ende der Welt Kontakt zu halten.
Das wärs bis jetzt einmal, ich hoffe ihr habt einen kleinen Eindruck davon bekommen, was ich hier so mache bzw. von den Bildern wie es hier so aussieht.
An dieser Stelle noch vielen, vielen Dank an unsere lieben Vorfreiwilligen, dass ihr uns hier so viel gezeigt habt, hat uns allen den Einstieg extrem erleichtert!
Ich melde mich dann wieder, wenn es etwas interessantes zu melden gibt, bis dahin danke fürs lesen und bis bald☺️
Eure Amelie
P.S: Da die Frage so oft kam, Nein, wir haben keine Zeitverschiebung! Und Afrika ist ein Kontinent! Daher kann ich nicht für ganz Afrika die Aussage treffen ob es da schön wäre…Ruanda aber ist sehr schön😉

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